Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist die Kunst, vollkommen im Hier und Jetzt zu sein.  Das  bedeutet nicht, in einem langen Gewand andächtig barfuß über Wiesen zu gehen oder mit geschlossenen Augen stundenlang regungslos da zu sitzen. Achtsam sein bedeutet, im Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment zu sein und mitzuerleben, was wir gerade denken, fühlen und tun – und zwar ohne Erwartung oder Bewertung.         

© Henck van Bilsen – The socks of Doom

Achtsamkeit bewirkt, im eigenen Leben ganz wach zu sein, jeden Moment in all seiner Lebendigkeit und Wirklichkeit so zu erfahren, wie er ist, ohne in Grübeleien, Erinnerungen und Zukunftsplanungen gefangen zu sein. Vielmehr nehmen wir eine friedvolle und anerkennende Haltung gegenüber dem ein, was gerade ist. Mit (mehr) Gelassenheit, von Moment zu Moment.

 

„Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen“  (Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn).

 

 

 

Wie wirkt Achtsamkeit?

Wenn wir Achtsamkeit wie beschrieben praktizieren, kann folgendes geschehen:

  • Wir beginnen uns selbst zu entdecken und zu verstehen, wie innere und äußere Vorgänge zusammenhängen.
  • Wir verstehen immer besser, wie Reize, Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen und unser Handeln zusammenspielen und unser Wohlbefinden beeinflussen.
  • Wir erkennen, wie unsere gewohnheitsmäßige Reaktion in stressigen Situationen – unser Autopilot – funktioniert.
  • Wir lernen, welche Muster und Glaubenssätze uns bestimmen, ohne dass wir uns dessen bisher bewusst waren.
  • Wir lernen, das was ist zunächst einmal zu akzeptieren (nicht, weil wir es wollen, sondern weil es gerade so ist, wie es ist).
  • Wir können uns bewusst entscheiden, unseren (alten) Mustern zu folgen oder Alternativen auszuprobieren. Wir können bewusster zwischen Widerstand, Veränderung oder Akzeptanz wählen.
  • Wir entwickeln Mitgefühl für uns selbst und andere.

 

 

Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Besorgnis über Deinen Kopf fliegen, aber Du kannst verhindern, dass sie sich in Deinem Kopf ein Nest bauen.


(Chinesische Weisheit)

 

 

Was ist Meditation ?              

Die Meditationspraxis im MBSR kann als eine Art mentales Training beschrieben werden. Ob Sie nun etwas visualisieren oder sich auf Ihren Atem konzentrieren – es geht letztlich darum, Ihre Stressmuster zu erkennen und zu lernen, einen neuen, heilsamen Umgang mit Stress zu entwickeln.

Denn der Ursprung von Stress ist weniger in unserem Körper oder in äußeren Geschehnissen zu finden, sondern in unseren Gedanken, unseren Gefühlen und in deren Bewertung.

 

„Das mächtigste Kinoprogramm der Welt läuft in unseren Köpfen ab.
Im Alltag merken wir zwar, dass in unserem Kopf viel los ist, aber wir verstehen nicht, was sich dort wirklich abspielt…“
https://www.arbor-seminare.de/kopfkino

Mit Hilfe der Meditation üben wir hilfreiche Eigenschaften wie Gelassenheit, Aufmerksamkeit, Konzentration, Geduld und (Selbst-)Mitgefühl zu kultivieren. Das hilft uns erfahrungsgemäß, auch mit schwierigen Situationen besser klar zu kommen, seien es nun Stress, Erkrankungen, Schmerzen oder Lebenskrisen. Die Forschung belegt: Meditation macht nicht nur den Kopf frei sondern kann auch helfen, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.